Ist vielleicht eine bessere Planwirtschaft mit dem Computer möglich? Es könnte sein. Aber wäre nicht auch Parecon von Michael Albert schon möglich. Die Planwirtschaft mit Computer ist immer noch eine zentralistische Planwirtschaft. Eine dezentrale Planwirtschaft würde das Bedürfnis nach Partizipation mehr erfüllen. Mit dem Computer können mehr Daten erhoben werden und es kann genauer geplant werden. Auch der Markt kann zum Beispiel das Bedürfnis nach bezahlbarem Wohnraum nicht erfüllen. Warum soll der zentralistische Ansatz besser sein, als der von Parecon. Dieser Weg könnte in die Diktatur führen, da er einigen Menschen mehr Macht gibt als anderen Menschen. Wir sehen es ja an Big Data und dem Überwachungskapitalismus. Da scheint mir die Partizipatorische Ökonomie eines Michael Albert doch demokratischer. Dort sind die Menschen in Verbraucher- und Produktionsräten organisiert. Pläne werden iterativ in den Betrieben gemacht. Wir müssen weg kommen von zentralistischen Versionen des Sozialismus. Es muss mehr demokratische Utopien des Sozialismus geben. Die Wertkritik sagt, dass ein neues Wirtschaftssystem von den Menschen demokratisch ausgehandelt werden muss. Womöglich wird eine Planwirtschaft mit Computer auf KI zurückgreifen und die Menschen aus dem Planungsprozess verdrängen. Das wäre ein Alptraum. Ich möchte nicht in einer solchen Welt leben. Räte sind auch nach dem Wertkritiker Robert Kurz eine Möglichkeit, mit einer komplexen Wirtschaft umzugehen. Sie haben sich in einigen Revolutionen spontan gebildet. In der russischen Revolution wurden die Räte durch eine zentrale Planwirtschaft ersetzt. Mit den bekannten Folgen.
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