In der Folge LIteratur #64 des Podcasts „Wohlstand für Alle“ besprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmidt den Roman „PNR. La Bella Vita“ von Sibylle Berg. Es ist ein Roman über eine anarchistische Gesellschaft, die sich nach dem Sturz des Kapitalismus ergibt. Der Sturz des Kapitalismus geschieht nicht mit viel Gewalt. Er geschieht, weil die Menschen den Kapitalismus nicht mehr reproduzieren. Die neue Gesellschaft versucht sich eine neue Verfassung zu geben. Es wird mit dem Verfahren der Losdemokratie experimentiert. Die Wirtschaft kommt ohne Bullshit Jobs und Militär und Polizei aus. Die Wirtschaft ist nicht mehr ganz so effizient. Die Menschen arbeiten nur noch drei ein halb Tage, aber leben nicht im Überfluss. Es ist ein genügsames Leben. Es gibt auch Gegner des neuen Systems, die sich aber mit dem neuen System arrangieren und in Selbsthilfegruppen engagieren. Das Leben ist etwas langweiliger geworden. Man legt sehr viel Wert auf zwischenmenschliche Kontakte. Der Tod ist nicht überwunden. Auch nimmt sich ein Protagonist das Leben, weil er seinem Leben in der neuen Gesellschaft keinen Sinn geben kann. Anstrengende Jobs werden nicht mehr ausgeführt. In den Kinos laufen Dokumentarfilme über das Leben in anderen Regionen. Die Globalisierung ist nicht aufgehoben, aber etwas zurück genommen. Man versucht, eine Wirtschaft ohne Geld aufzubauen. Es kam zu Bankruns, weil die Menschen ihr weniges gespartes retten wollten. Die Literaturfolgen des Podcasts sind nur hinter der Paywall von Steady, Patraeon, Apple Podcast und YouTube zu hören.