Menschen sollten kooperieren nicht konkurrieren. Der Mensch ist auf Kooperation ausgelegt. Er ahmt andere Menschen nach und lernt so laufen und sprechen und wird so sozialisiert. Doch in der Schule herrscht Wettbewerb um die besten Noten. Der Wettbewerb wird uns so beigebracht. Auch im Betrieb herrscht Wettbewerb. Die Mitarbeiter konkurrieren, statt zu kooperieren. Es heißt zwar Konkurrenz belebt das Geschäft, aber durch Konkurrenz wird viel Wert vernichtet. Der Kapitalismus ist auf Konkurrenz aufgebaut. Anders scheint man keinen Fortschritt und Entwicklung herstellen zu können. Das Patriarchat hat die Konkurrenz innerhalb der Männerhorden am Rande der Gesellschaft zur Grundlage der Gesellschaft gemacht. In den Müttergruppen, die den Kern einer jeden tierischen Gesellschaft bilden wird kooperiert. Auch die Menschen haben so lange Zeit gelebt. Lange Zeit hat der Darwinismus die Konkurrenz und „The Survival of the Fittest“ klar bevorzugt. Mittlerweile weiß man auch in der Biologie, dass Kooperation ein Grundprinzip der Evolution ist und in ihr vorherrscht. Peter Kropotkin hat in seinem Buch „Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschenwelt“ schon versucht, den Darwinismus zu relativieren. Unsere Kindergärten, Schulen und Universitäten müssen kooperativer werden. Wir brauchen ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, in dem Kooperation das dominierende Prinzip ist. Matriarchate waren solche kooperierende Gesellschaftssystem. Nicht die konkurrierenden Anführer der Herden sind wichtig. Sie werden bald ersetzt. Bleibend sind die Müttergruppen. Sie sind wichtiger als die Leittiere. Wir sind an einem Punkt der gesellschaftlichen Entwicklung angelangt, an dem wir nicht mehr mit Hierarchie und Konkurrenz weiterkommen. Wir brauchen ein kooperierendes Gesellschaftssystem. Das wäre echter Fortschritt. In den Entwicklungsabteilungen der Konzerne werden Mitarbeiter gesucht, die kooperieren, denn heute kann kein einzelner Angestellter mehr allein ein Produkt entwickeln.