Ich glaube nicht mehr, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit dem Kapitalismus zusammen gehen. Die CO2-Emissionen steigen immer noch und Nachhaltigkeit mit Kreislaufwirtschaft steht erst am Anfang. Es muss ein neues Wirtschaftssystem ausgehandelt werden zwischen den Menschen. Das könnte Parecon (Partizipatorische Ökonomie von Michael Albert) oder Kollektive des Anarcho-Syndikalismus sein. Auf jeden Fall kann nicht die Jagd nach Profit die Probleme lösen. Je eher wir damit anfangen, des besser. Aber es gibt keine emanzipatorische Bewegung, die den Kapitalismus ersetzen will durch ein besseres System, dass allen Menschen ein Auskommen verschafft. Nachhaltigkeit und Erneuerbare Energien müssen in der Wirtschaft verankert werden. Es muss auf eine Kreislaufwirtschaft, besser noch eine Cradle to Cradle Wirtschaft umgestellt werden. Der Kapitalismus braucht Wachstum. Das können wir uns aber nicht mehr leisten. Die Wirtschaft der Industrieländer muss schrumpfen, die der Entwicklungsländer kann noch wachsen. Das wird nicht ohne Planung gehen. Vielleicht geht es auch selbstorganisiert wie in der Anarcho-Syndikalistischen Wirtschaft in der Spanischen Revolution. Aber ich glaube, die Menschen heute wollen den Kapitalismus. Sie wollen mit den SUVs über die Autobahn brettern und in den Urlaub fliegen. Die Bauern wollen nicht auf eine biologische Landwirtschaft umsteigen. Die Menschen haben entschieden, das Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu anstrengend sind. Nur wenige denken an ihre Kinder und Enkel. Was also tun. Entweder kommt der Wandel by Design oder by Desaster.
Archive for September, 2026
Mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz
Sonntag, September 27th, 2026Spanische Revolution
Donnerstag, September 17th, 2026
In der Spanischen Revolution von 1936 wurden in Aragon, Levante und Katalonien die Landwirtschaft kollektiviert und Kollektive in der Industrie gebildet. Anders als in der Sowjetunion klappte die Kollektivierung der Landwirtschaft in den spanischen anarchistischen Regionen, weil die Bauern sie wollten und nicht ablehnten, wie in der Sowjetunion. In der Landwirtschaft und in den Kollektiven in der Industrie und im Gesundheitswesen wurde gezeigt, dass man sich von unten selbst organisieren kann, ohne einen Boss zu haben. Die anarchistischen Arbeiter modernisierten die Betriebe und führten Innovationen ein. Sogar die Straßenbahnen fuhren pünktlich. Die Anarchisten schafften das Geld ab und führten Zeitgutscheine ein. Die Arbeitszeit in den Betrieben wurde auf acht Stunden festgesetzt. Obwohl Bauern berichteten, dass sie zwölf Stunden am Tag arbeiteten. Frauen waren gleichberechtigt. Es war natürlich nicht alles perfekt. Aber es funktionierte von 1936 bis 1939 erstaunlich gut. Die Revolution war anders als die Russische Revolution nicht von Banken finanziert, sondern aus den Beiträgen der Arbeiter zu den anarchistischen Gewerkschaften. Die Kollektivierung der Landwirtschaft, der Betriebe und des Gesundheitswesens basierte auf der freien Vereinbarung der Arbeiter und Bauern. Die Menschen erhielten den gleichen Lohn in Form von Zeitgutscheinen. Vorgesetzte und Bosse gab es nicht. Die Form des Anarchismus in Spanien war der Syndikalismus. Abtreibung waren erlaubt, wenn auch nicht in allen Gebieten. Auf dem Lande gab es nicht überall Abtreibungskliniken. Die Anarcho-Syndikalisten eigneten sich die Produktionsmittel an und arbeiteten auf Grundlage freier Vereinbarungen und ohne Chef und Hierarchien.